STÄDTISCHE KNOTEN (Urban Nodes)

 

Städtische Knoten sind ein zentrales Element des transeuropäischen Verkehrsnetzes (TEN-V) und integrieren damit die Netze verstärkt in die urbanen Gegebenheiten wie Raumstruktur, Wirtschaft und Regionalentwicklung.


Nach der Verordnung 1315/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates, Artikel 3 (p) sind städtische Knoten „ein städtisches Gebiet, in dem die Verkehrsinfrastruktur des transeuropäischen Netzes, wie beispielsweise Häfen einschließlich Passagierterminals, Flughäfen, Bahnhöfe, Logistikplattformen und Güterterminals, die innerhalb oder in der Nähe städtischer Gebiete liegen, mit anderen Teilen dieser Infrastruktur und mit der Infrastruktur für den Nah- und Regionalverkehr verbunden ist.“


Die Strukturen der Knoten sind polyzentrisch und nicht über administrative Grenzen definiert. Stattdessen entsprechen diese einem funktionalen Gebiet inklusive dem Umland einer Stadt und den halb-urbanen Arealen mit flexiblen Grenzen abhängig von lokalen, regionalen und europäischen Entwicklungen. Alle Verkehrsinfrastrukturen, Unternehmen, Arbeitskräfte und administrativen Ebenen darin sind Teil des Knotens.


Innerhalb des funktionalen Raums kann der Status des städtischen Knotens einen wesentlichen Standortfaktor darstellen. Es bedarf dafür aber des Bewusstseins bzw. des Wissens Teil eines städtischen Knotens zu sein. Ein wesentlicher Aspekt der Weiterentwicklung ist daher die Kommunikation und Kooperation über Veranstaltungen und der Erfahrungsaustausch innerhalb eines Knotens sowie zwischen verschiedenen Knoten. Deren Umsetzung sollte über einen ortsbasierten, integrierten Maßnahmenansatz erfolgen.

Städtische Knoten haben große Potentiale als Drehscheibe für die Verbindung von Regionen mit den Kernnetzkorridoren sowie als Vorreiter für die Verbreitung und Anwendung alternativer Kraftstoffe und anderer innovativer Technologien. Sie können Zentren für neue inter- und multimodale logistische Konzepte und Strukturen entlang der Korridore darstellen. Besondere Aufmerksamkeit liegt auf der Beseitigung und Verhinderung von Engpässen, Verknüpfungen im Personen- und Güterverkehr und der Verringerung der Belastung städtischer Gebiete durch die Reduzierung von Emissionen und die Sicherung der Lebensqualität. Vielfältige positive Effekte für die wirtschaftliche Entwicklung einer Region können erzeugt werden. In der Verordnung 1315/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates, Anhang 2 sind erste städtische Knoten in EU-Staaten festgelegt.


Öffentliche und private Partner in einem städtischen Knoten haben die Möglichkeit, direkte EU-Fördermittel zur Implementierung der Verkehrsinfrastruktur und für verknüpfte Querschnittsthemen zu akquirieren. Die Partner können die Fazilität „Connecting Europe“ und den Kohäsionsfonds, wie auch andere spezifische europäische Programme nutzen, die der Unterstützung der regionalen Entwicklung dienen. Dazu zählen beispielsweise HORIZON 2020 und die Interreg-Programme. Die Förderquellen sollen immer mit Multi-Level-Governance-Strukturen koordiniert werden, damit Partner auf allen Maßstabsebenen einbezogen werden.

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ZAHLEN &

FAKTEN

STÄDTISCHE KNOTEN ALS ...
  • … Ursprung und Ziel der Mehrheit an Fernreisebewegungen im transeuropäischen Verkehrsnetz

  • … ökonomische Zentren, die einen großen Beitrag zum europäischen BIP leisten

  • … Impulsgeber der Raumentwicklung

  • … Verbindungspunkt zwischen koordinierter TEN-V-Politik und regionaler / lokaler Verwaltung