Brenner Corridor Plattform

 

Der Brenner-Basistunnel (BBT) wird ein künftig 64 km langer horizontaler Eisenbahntunnel durch die Alpen von Innsbruck (Österreich) nach Fortezza (Italien) und kann als die weltweit längste Untergrundverbindung angesehen werden.


Der grenzüberschreitende Abschnitt zwischen München und Verona ist ein Engpass im Skandinavien-Mittelmeer-Korridor, dessen Beseitigung immer noch entscheidend für die Realisierung des gesamten Korridors ist.


Bereits im Jahr 2007 wurde die Brenner Corridor Plattform (BCP) von dem Europäischen Koordinator Karel van Mier eingerichtet, um einen integrierten Ansatz für den Brenner-Korridor zwischen München und Verona zu garantieren.


Im Jahr 2009 wurde ein “Memorandum mit Aktionsplan 2009-2022“ unterzeichnet und der Brenner-Aktionsplan 2009-2022 mit 50 Maßnahmen (inklusive Zeitplan und verantwortlichem Akteur) eingeführt, um die Verkehrsverlagerung von der Straße auf die Schiene zu unterstützen.


Zu den Mitgliedern der BCP gehören drei Mitgliedstaaten (Österreich, Deutschland und Italien), fünf Regionen (Bayern, Tirol, Südtirol, Trento, Verona), Eisenbahn- und Autobahnunternehmen sowie die Europäische Kommission.


Das Hauptziel der Plattform ist es nach wie vor, eine integrierte und staatenübergreifende Verkehrspolitik für den Brenner-Korridor aufzubauen. Dazu gehört auch die Umsetzung von Maßnahmen, die eine effiziente Nutzung der grenzüberschreitenden Eisenbahnverbindung zwischen München und Verona fördern, die notwendige Verlagerung (model shift) vorantreiben und schließlich die alpine Umwelt schützen.

 

Weitere Informationen:

www.bbt-se.com

www.bbtinfo.eu

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ZAHLEN &

FAKTEN

EISENBAHNNETZ IN DER EU-28
  • Die Dichte der Eisenbahnlinien in der EU ist in West- und Mitteleuropa hoch und in den Randgebieten geringer.

  • Die höchsten Netzdichten finden sich in den Regionen Deutschland, Tschechien, Niederlande und Luxemburg (alle im Durchschnitt über 300 km/1000 km²), gefolgt von den Regionen Polen, Rumänien, Niederlande, Frankreich, Ungarn und Luxemburg (alle über 100 km/1000 km²).

  • Bei Betrachtung der einzelnen Regionen werden die dichtesten Eisenbahnnetze in den Hauptstadtregionen Berlin (650 km/1000 km²) und Prag (497 km/1000 km²) beobachtet.

  • Einen hohen Anteil an elektrifizierten Eisenbahnstrecken verzeichneten die Benelux-Länder (Luxemburg: 95 %, Niederlande: 76 %) sowie Schweden (76 %).

© Eurostat 2016